Frische Miesmuscheln in Weißweinsud – ein Gruß aus dem Meer

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Das hier ist absolutes Seelenfutter – oder neudeutsch: Soulfood!

Immer fein in Schale…

Eine Schüssel von dieser traditionellen Leckerei und die Welt ist wieder in Ordnung. Mit meinem letzten Post habe ich ganz offiziell den Herbst auf meinem Blog eingeläutet und deswegen gibt’s heute gleich den nächsten Herbstklassiker!

Der Volksmund sagt: Muschelsaison sei in den Wintermonaten, die mit „r“ enden. Das hatte früher durchaus etwas mit den Temperaturen und dem Verderb der Muscheln zu tun. Doch heutzutage bekommt man die Leckerei aus dem Meer eigentlich zu jeder Jahreszeit. Trotzdem halte auch ich an der Tradition fest: Im Hause „Hatterzaehlt“ ist im Herbst ganz eindeutig Muschelzeit – kein September oder Oktober ohne einen großen Topf voll dicker fetter Miesmuscheln <3. Wenn die Meeresbewohner sich den Topf mit reichlich Möhren und Sellerie teilen, kreisen meine Gedanken um lange Strandspaziergänge und wunderbare Herbsturlaube in Holland… Vom Wind ganz durchgepustet kehrten meine Familie und ich ins Ferienhaus zurück und wärmten uns vor dem Kamin wieder auf. Mein Vater flitzte immer direkt in die Küche und bereitete die frische Muscheln zu, die wir zuvor in einem Fischgeschäft in einem dieser süßen holländischen Dörfchen gekauft hatten – eigentlich immer zu viele ;-). Ein Kilogramm für zwei Personen reicht dicke aus. Für Leckereien aus dem Meer bin ich immer zu haben. Ganz besonders liebe ich viele kleine Köstlichkeiten. Ein ganzer Tisch voll damit und man sitzt umringt von seinen Liebsten und verbringt den Abend mit nichts anderem als mit essen, trinken und guter Laune.

Ganz viele Möhrchen, ganz viel Sellerie und ganz viel Weißwein  – so muss das Muschelessen sein…beach-454980_1920

Miesmuscheln

Die Miesmuscheln gelten als die „Volksmuschel“ und stammen zum großen Teil von deutschen Muschelbänken, werden aber auch aus den Niederlanden, Dänemark und Frankreich importiert. In Frankreich werden Miesmuscheln oft an Seilen oder Pfählen gezüchtet. Diese „Pfahlmuscheln“ nennen die Franzosen Bouchotmuscheln. Sie sind meist kleiner und teurer als Miesmuscheln aus den Niederlanden und Dänemark.

Frische Miesmuscheln riechen nach Meer und Algen und ihre Schalen sind fest verschlossen oder müssen sich bei leichtem Klopfen sofort schließen. Andernfalls sind die Muscheln verdorben – ebenso wie die, die sich beim Kochen nicht öffnen – SOFORT WEG DAMIT! Muscheln müssen vor der Zubereitung am Leben sein und sollten so schnell wie möglich zubereitet werden.

Warum die unterschiedliche Färbung der Muscheln?

An der unterschiedliche Färbung des Miesmuschelfleisches lässt sich das Geschlecht erkennen: orange sind die Weibchen; beige das Männchen. Geschmacklich macht das aber gar keinen Unterschied aus ;-). Nachdem man die Muscheln vor dem Kochen von Sand und ihrem „Bart“ befreit hat, werden sie im gegarten Zustand mit allem Drum und Dran gegessen. Messer und Gabel braucht ihr nicht. Benutzt einfach eine leere Muschelschale wie eine Zange zum Greifen des Muschelfleisches :-). Guten Appetit!

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Zutaten (für zwei Personen):

  • 1 Kg frische Miesmuscheln
  • 3 Möhren
  • ein großes Stück Sellerie
  • ein Stück Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 2 El ÖL
  • etwas Butter
  • Salz, Pfeffer
  • 300 ml Weißwein
  • je nach Geschmack etwas frischer Merrettich

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten kleinschneiden und in Butter und Olivenöl auf mittlerer Hitze anschwitzen.
  2. Mit dem Weißwein ablöschen und die gesäuberter Muscheln hinzugeben – mit Salz und Pfeffer würzen.
  3. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  4. Alle Muscheln, die sich nicht geöffnet haben, sofort aussortieren.
  5. Servieren und nach Belieben etwas frischen Merrettich über die Muscheln reiben.

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Habt‘ den feinsten Sonntag und genießt das herrliche Wetter <3.

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2 Comments

  1. Hmmm… das sieht sehr lecker aus 🙂
    Und ist auch leicht nachzumachen so wie es sich anhört. Wird deshalb definitiv mal ausprobiert.
    Vielen Dank für das Rezept!
    Liebe Grüße,
    Lisa

    https://picsoulblog.wordpress.com

    Gefällt 1 Person

    1. Viel Spaß beim Nachkochen – geht ganz easy peasy 😀 Liebste Grüße, Karoline

      Gefällt mir

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